Ausstellungsrundgang mit  
Dr. Karl Riedling

Die Familie Riedling aus Wien gehört zu den treuesten Besuchern des Museums.
Dr. Karl Riedling dokumentiert seit 2003 die Entwicklung und Veränderungen im Museum Tauernbahn.
Machen Sie anhand seiner Bilder einen Rundgang durch unser Museum.


Ausstellungsinformation Remisenrundgang

Wenn man vom Museumsneubau kommend die E-Lok Remise betritt, so eröffnet sich dem Besucher jene Eisenbahnwelt, wie sie teilweise bis vor wenigen Jahren auch noch in Natura erlebt werden konnte. Nun werden viele der Exponate nicht mehr als Verkehrsmittel verwendet. Manche Stücke mögen dem Bahnfahrer noch vertraut vorkommen, vielleicht von Urlaubsreisen mit der Bahn oder von der täglichen Fahrt in die Schule. Andere Exponate wiederum sind Zeugen längst vergangener Tage, die Einblick geben, wie der Eisenbahnbetrieb schon vor hundert Jahren und mehr ablief. Sie sind stille Zeugen des Eisenbahnalltages vergangener Epochen. Der Besucher selbst kann hier Eisenbahngeschichte erleben und möglicherweise auch jenen Pioniergeist nachempfinden, welcher mit dem Beginn des Eisenbahnzeitalters die technisierte Welt erfasste.

Die Ausstellung in der Remise ist in Fachbereiche gegliedert, dem Schema folgend wie es das Unternehmen Bahn selbst einmal war. Beim Betreten der Halle finden wir das Fernmeldewesen. Vom Morseapparat bis zum Fernschreiber reihen sich hier die Exponate aneinander. Daran schließt die Ausstellung über den Sicherungsdienst an. Dies ist jener Kernbereich, der oftmals unbemerkt vom Reisenden im Hintergrund bleibt, ohne den aber die sichere Abwicklung der Zugfahrten unmöglich wäre.

Der Dienstraum der Halte- und Ladestelle im Museum entspricht in etwa der Zeit um 1950, wie es ihn in ähnlicher Art Land auf, Land ab, gegeben hat. Danach folgt die Welt der Lokomotiven: der Maschinendienst. An großen und schweren Exponaten mangelt es hier nicht. Ein Führerstand, ein Trafo, ein Fahrmotor, ein bedienbares elektrisches Schützenschaltwerk laden zum Staunen ein.

Folgt man nun der über dem Besucher beginnenden Oberleitung, so findet man sich beim Bereich Elektrobetriebsdienst wieder. Hier kann man alles über die Fahrleitungstechnik erfahren.

Ein Eisenbahnbetrieb ohne Schienen istnicht möglich, aber die Vielzahl an ausgestellten Schienen- und Befestigungsformen wird überraschen. Die Messgeräte und Werkzeuge des Bahnbaues zeigen, dass in diesem Bereich der Bahn auch immer körperlich härteste Arbeit gefordert wurde.

Vorbei an zwei Bahnsteigsäulen, zwischen denen sich eine einmalige Sammlung österreichischer Dampflokmodelle im Maßstab 1:80 des Wiener Modellbauers Rudolf Demmel befindet, geht es ins Freigelände wo neben einer Vielzahl von Kleinodien auch die Museumslokomotive der Reihe 1245.514 besichtigt werden kann.