Die Modellbahn im
Museum Tauernbahn

Ein Bericht von Hans Holleis 


 


  Die „Modelleisenbahner“:

  Helmut Mayer
  Hans Holleis
  Helmut Pauzenberger
  Peter Gruber
  
  
  Danke unserem Sponsor

  


 

 

  Fotos: Prof. Dr. Karl Riedling  

Schon bei den ersten Sitzungen mit den Initiatoren des späteren Museums wurde festgelegt, dass im „Museum Tauernbahn" auch eine Modellbahn gebaut werden wird. Das Thema war ohnehin vorgegeben: natür­lich unsere Tauernbahn! Durch den Neubau verzögerte sich das Projekt und der Platz für die Modellbahn konnte erst durch den Zubau 2002 realisiert werden.
Nach unzähligen Entwürfen, Skizzen usw. einigten wir uns mit dem Vorstand darauf, eine Anlage der Wand entlang zu bauen (U-Form). Dies hat den Vorteil, weniger Platz in der Tiefe zu benötigen und ist als Ganzes übersichtlicher zu gestalten. Es ist auch für die Besucher mehr Platz zum Betrachten vorhanden. Für den Museumsbetrieb ist das sicher eine gute Lösung.
Unsere Anlage zeigt verschiedene interessante Ausschnit­te der Tauernbahn, z.B. den Bereich Angertal bis Hofga­stein Haltestelle, Klammstein, sowie im verdeckten Bereich die Haltestelle Unterberg, den Bereich Falkenstein, die alte Pfaffenberg Zwengbergbrücke, den Bahnhof Mühldorf und unterhalb von Mall­nitz das Dössen Viadukt und das Waldmanngraben Viadukt.
Im Sommer 2002 wurden die ersten Teile der Anla­ge angefertigt und beim Museums-Probebetrieb im Sep­tember 2002 war der Bahnhof Mühldorf/Möllbrücke pro­visorisch in Betrieb und hat die Besucher von Anfang an durch die großzügige Auslegung der Gleisanlage überzeugt. Mit Saisonbeginn 2003 wurde der Bahnhof Angertal fertig und wir konnten einen einfachen Betrieb mit 2 Zügen im Gegenzugverkehr abwickeln. 2005 werden die gossen Abstellbahnhöfe in Betrieb genommen und die Gleisanla­ge erweitert. Aber erst die, ebenfalls 2005 eingebaute Com­putersteuerung, die 2008 mit einem grafischen Gleisbildstellwerk ausgestattet wurde, erlaubte einen wesentliche Steigerung der Zuganzahl auf über 30 Züge. Beim 100 Jahr-Jubiläum der Tauernbahn im Jahr 2009 war der technische Grundausbau der Anlage fast fertig.

Die Hintergrundgemälde werden von Dr. Arno Seiss angefertigt. Der Hintergrund in Gastein entspricht der Landschaft in den sechziger bzw. siebziger Jahren und wurde 2005, rechtzeitig zur offiziellen Eröffnung des Museums  fertig. 2010 wurde von Dr. Seiss die Landschaft auf der Kärntner Seite bei Mühldorf/Möllbrücke, um ein 11m langes Hintergrundgemälde erweitert.
In den Jahren 2007 bis 2010 wurden immer wieder Erweiterungsbauten an der Gleisanlage vorgenommen. Dabei wurden unterirdisch die Schattenbahnhöfe, für die neu dazugekommenen Dampflokzüge aus der Kaiserzeit erweitert. Weiters dazugekommen ist ein Zug der Tauernschleuse, sowie drei weitere interessante Züge die auf der Tauernstrecke unterwegs waren. Damit ergibt sich im Jahr 2010 ein Stand von 40 Originalzügen die auf der Tauernbahn in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gefahren sind.
Oberirdisch wird außerhalb der Museumssaison an dem Gelände der Anlage weitergebaut. Während der Öffnungszeit sind jeweils nur geringfügige Arbeiten möglich – wie „begrünen“ und so weiter. Auch im technischen Bereich sind natürlich noch viele Ergänzungen notwendig. Ein Großteil der Arbeiten liegt im nicht sichtbaren Bereich der Anlage. So muss mit dem „anwachsen“ der Anlage natürlich auch jedes mal die Elektronik erweitert werden.

Noch ein paar Angaben zur Anlage:

Gleissystem Roco Line 2,1 mm, Mindestradien im Sicht­bereich mind. 1,5 m

Brückenbauten, Viadukte: Eigenbau, zum Teil aus Messing
Gebäude nach Vorbildern: Eigenbau
Steuerung der Anlage: System nach Gahler und Ringst­meier, seit 2008 zusätzlich mit grafischem Gleisbildstellwerk.
Die Landschaft und Tunnelportale etc. sollen so naturge­treu wie möglich ausfallen.
Der Zugbetrieb soll natürlich auch mit den richtigen Gar­nituren und Loks erfolgen.
Zwei Schattenbahnhöfe: Schwarzach, Spittal an der Drau mit jeweils 16 Gleisen (zurzeit)Zwei Ausweichbahnhöfe und Schattenbahnhöfe: Unterberg mit 3 Gleisen und Mallnitz mit 6 Gleisen.

Am Beginn des Aufbaues konnte durch unseren Präsidenten Ludwig Kokol die Firma ROCO als Sponsor gewonnen werden.

Wir hoffen,dass wir mit diesem Beitrag Ihr Interesse geweckt haben unsere Modellbahn zu besichtigen.