Das Salzburger Eisenbahnmuseum „MuseumTauernbahn“ in Schwarzach im Pongau umfasst zwei Ausstellungsgebäude. Die Remise und den, vom Architekten Prof. Adolf Krischanitz, im Jahr 2002 fertig gestellten Museumsneubau.

 

Die Remise

Die um 1930 erbaute Remise bot den ersten auf der Giselabahn eingesetzten Elektrolokomotiven Unterstand. Die damals vorhandene Remise auf der anderen Bahnhofseite war Anfangs, mangels vorhandener Fahrleitung über den Remisengleisen, nur den Dampflokomotiven vorbehalten. Schon 1933, mit der Elektrifizierung der Tauernbahn änderte sich dieser Zustand und die erste E-Lok Remise in Schwarzach hatte nur noch untergeordnete Bedeutung. Dieser Zustand blieb bis Anfang der 1960er Jahre, als die Brückenmeisterei das Gebäude als Arbeitshalle übernahm um Brückenteile zum Einbau vorzubereiten. 1978 bekam das Haus einen frischen Anstrich und ein neues Dach. 1992 wurden die Brückenarbeiten nach Bischofshofen verlagert und die Halle kam zur  Bahnmeisterei, die darin Fertigbetonteile zur Sicherung des Unterbaues fertigte. Als 1994 diese Arbeiten eingestellt wurden sollte das Gebäude abgerissen werden.
Bereits im Herbst 1993 bemühten sich einige Leute vom späteren Museumsverein um die Erhaltung der Remise. Doch erst im Juli 1996 kam es zur Anmietung durch die Marktgemeinde Schwarzach, die es dem Museums- und Modellbauverein zur Errichtung des Museum Tauernbahn zur Verfügung stellt.
In den folgenden Jahren wurde das Gebäude von den Mitgliedern des Vereines in unzähligen ehrenamtlichen Stunden renoviert und beherbergt heute eine Sammlung von restaurierten Exponaten an denen der Besucher Eisenbahngeschichte erleben kann. Die hier ausgestellten Originalexponate vermitteln die Größe und Wuchtigkeit der auf den Schienen bewegten Masse, zeigen aber auch die bis ins Detail ausgeklügelten Systeme, die schon vor 100 Jahren optimale Sicherheit im Bahnbetrieb ermöglichten.

 

Der Museumsneubau

Nach einem Jahr Bauzeit konnte im Juli 2002 bei einem „Leerfest“ der noch leere Museumsneubau der in ihrer Meinung geteilten Schwarzacher Bevölkerung vorgestellt werden. Unterscheidet sich der vom Wiener Architekten Prof. Adolf Krischanitz, einem gebürtigen Schwarzacher, geplante Bau in seiner auf den Verwendungszweck ausgerichteten Schlichtheit doch sehr von den Bauten seiner Umgebung, ohne sich jedoch von diesen abzusondern. Allein dieses architektonisch interessante Gebäude ist schon Grund genug, das Museum Tauernbahn zu besuchen.
Wie Architekt Krischanitz betonte, ist auch die professionelle Umsetzung dieses nicht alltäglichen Projektes durch die bauausführenden Firmen besonders hervorzuheben.

Finanziert werden konnte dieser Neubau durch eine Sonderfinanzierung der ÖBB, durch Mittel aus der EU Wirtschaftsförderung des Landes Salzburg, einer Subvention der Marktgemeinde Schwarzach und viel Eigenleistung des Museumsvereines.

Der Haupteingang führt westseitig in das Gebäude, wo im Foyer, neben der für den Museumsbetrieb notwendigen Infrastruktur, immer wieder Sonderausstellungen heimischer Künstler stattfinden. Der Grossteil des Erdgeschosses im Neubau steht den Ausstellungen über die Geschichte der Tauernbahn zur Verfügung. Das Obergeschoß des Hauses ist seit der Eröffnung im Jahr 2002 ausschließlich dem Modellbau vorbehalten.