ÖSTERREICHISCHES MUSEUMSGÜTESIEGEL

mugues11Im Rahmen des Österreichischen Museumstages fand die Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels am 12. Oktober 2017 im Museum Arbeitswelt in Steyr statt.
Das Österreichische Museums­güte­siegel weist besonders ausgezeichnete Museumsarbeit aus und wird gemeinsam von den beiden Verbänden ICOM Österreich und Museumsbund Österreich vergeben. Qualitätsvolle und nachhaltige Museumsarbeit sichtbar zu machen, ist ein wesentliches Ziel des Österreichischen Museums­gütesiegels. In Österreich ist der Begriff „Museum“ rechtlich nicht geschützt und an keinerlei Auflagen gebunden. Grundlage der Museumsarbeit ist der „Code of Ethics“ der Internationalen Museums­gemeinschaft ICOM. Es ist eine Selbstverpflichtung jeder Institution und jeder Mitarbeiterin/jedes Mitarbeiters, sich an diese Richtlinien zu binden und sie in der täglichen Museumsarbeit mit unserem kulturellen Erbe bewusst und mit Sorgfalt anzuwenden.
Die Richtlinien für das Österreichische Museums­güte­siegel basieren auf diesem Code of Ethics, das Museumsgütesiegel ist also ein Commitment der österreichischen Museumsgemeinschaft zu diesen ethischen Richtlinien.
Das Österreichische Museumsgütesiegel wird für jeweils fünf Jahre zuerkannt. 2017 wurde 6 österreichischen Museen das Museumsgütesiegel bis 2022 verliehen, 5 Anträge mussten leider aufgrund der Nichterfüllung von Kriterien abgelehnt werden. 27 Museen, darunter auch das Museum Tauernbahn, wurde das Museumsgütesiegel für weitere fünf Jahre verlängert.

Dazu Juryvorsitzender Wolfgang Meighörner, Direktor Tiroler Landesmuseen: "Seit 15 Jahren vergeben wir das Österreichische Museumsgütesiegel – es war das erste Qualitätsinstrument im deutschsprachigen Raum und hat seitdem Nachahmer vor allem in Deutschland, aber auch in der Schweiz gefunden. Ein Drittel der rund 750 registrierten österreichischen Museen trägt das Museumsgütesiegel, das Orientierungshilfe und Kriterium für Behörden wie Besucher/innen ist. Dass viele Bewerbungen auch abschlägig beschieden werden, macht deutlich, dass die Messlatte hoch liegt. Das ist gut und wichtig, um den Wert des Gütesiegels auch künftig in unser aller Interesse und vor allem im Interesse der Besucherinnen und Besucher auf hohem Niveau zu halten".