DIE GEBÄUDE

Die Remise, den vom Architekten Prof. Adolf Krischanitz im Jahr 2002 fertig gestellten Museums­neubau und seit 2018 das Diener­wohngebäude.

 

DIE REMISE

 

ModellbauMuseumTauernbahn 09 04 21 005Bereits im Herbst 1993 bemühten sich einige Leute vom späteren Museums­verein um die Erhaltung der Remise. Doch erst im Juli 1996 kam es zur Anmietung durch die Markt­gemeinde Schwarzach, die es dem Museums- und Modellbauverein zur Errichtung des Museum Tauernbahn zur Verfügung stellt. In den folgenden Jahren wurde das Gebäude von den Mitgliedern des Vereines in unzähligen ehrenamtlichen Stunden renoviert und beherbergt heute eine Sammlung von restaurierten Exponaten an denen der Besucher Eisenbahn­geschichte erleben kann. Die hier ausgestellten Original­exponate vermitteln die Größe und Wuchtigkeit der auf den Schienen bewegten Masse, zeigen aber auch die bis ins Detail ausgeklügelten Systeme, die schon vor 100 Jahren optimale Sicherheit im Bahn­betrieb ermöglichten.

 

DER MUSEUMSNEUBAU

 

Nach einem Jahr Bauzeit konnte im Juli 2002 bei einem „Leerfest“ der noch leere Museums­neubau der in ihrer Meinung geteilten Schwarzacher Bevölkerung vorgestellt werden. Unterscheidet sich der vom Wiener Architekten Prof. Adolf Krischanitz, einem gebürtigen Schwarzacher, geplante Bau in seiner auf den Verwendungs­zweck ausgerichteten Schlicht­heit doch sehr von den Bauten seiner Umgebung, ohne sich jedoch von diesen abzusondern. Allein dieses architektonisch interessante Gebäude ist schon Grund genug, das Museum Tauernbahn zu besuchen.
Wie Architekt Krischanitz betonte, ist auch die professionelle Umsetzung dieses nicht alltäglichen Projektes durch die bau­ausführenden Firmen besonders hervorzuheben.
Finanziert werden konnte dieser Neubau durch eine Sonder­finanzierung der ÖBB, durch Mittel aus der EU Wirtschafts­förderung des Landes Salzburg, einer Subvention der Marktgemeinde Schwarzach und viel Eigen­leistung des Museums­vereines.
Der Haupteingang führt westseitig in das Gebäude, wo im Foyer, neben der für den Museums­betrieb notwendigen Infra­struktur, immer wieder Sonder­ausstellungen heimischer Künstler stattfinden. Der Grossteil des Erd­geschosses im Neubau steht den Ausstellungen über die Geschichte der Tauernbahn zur Verfügung. Das Obergeschoß des Hauses ist seit der Eröffnung im Jahr 2002 ausschließlich dem Modellbau vorbehalten.

DAS DIENERWOHNGEBÄUDE

Diener WohngebaeudeDas Dienerwohngebäude wurde 1904, im Zuge des Tauern­bahn­baues er­richtet, um, wie der Name schon sagt, auch Eisen­bahnern niedrigeren Ranges mit ihren Familien leistbares Wohnen in der Nähe des Bahnhofes zu ermöglichen. In den 1960er Jahren wurde das Gebäude general­saniert. Dabei wurden die vier Wohnungen mit Bädern und einen Balkon ausgestattet. Auch die Fassade und die Dach­konstruktion wurden dabei neu gestaltet.
Als die Marktgemeinde Schwarzach 2013 das Museum Tauernbahn von den ÖBB erwarb, kaufte sie auch das unmittelbar anschließende Diener­wohn­gebäude und stellte es dem Museums­verein zur Nutzung zur Verfügung.
Da es sich beim Dienerwohngebäude um ein historisch wertvolles Gebäude aus der Zeit des Tauernbahn­baues und aus den Anfängen des sozialen Wohnbaues handelt, sollte es erhalten werden und für die Sammlungen und Aus­stellungen des Museum Tauern­bahn genutzt werden. So wurde südseitig das Areal aufgeschüttet um über den Balkon einen niveaugleichen Zugang vom Museum zu den neu adaptierten Ausstellungs­räumen im Erdgeschoss zu ermöglichen.
Der erste Stock des Hauses wird als Salzburger Eisenbahnarchiv genutzt. Große Teile unserer umfangreichen Sammlung sind dort schon gelagert, andere Objekte warten noch darauf, inventarisiert und in geeigneten Räumen sicher abgelegt zu werden.
In den Kellerräumen befindet sich noch ein Depot für unsere eisenbahn­technischen Exponate, die bis dahin provisorisch in einem alten Waggon gelagert waren.Die Sanierung des Diener­wohngebäudes erfolgte von 2017 -2019, mit Hilfe einer EU Leader Förderung und mit Unterstützung der Marktgemeinde Schwarzach.