Die Jubiläumsausstellung

Projektleitung:   Museum Tauernbahn
Gestaltung:
       Mag. Erich Arlhofer
                       
  Dipl. Ing. Hartmut Spiluttini
Historiker:
         Mag. Erwin Hettegger
Beratende
         Mag. Inge Brodil
Unterstützung:
  Mag. Magda Krön

Am 14. Dezember 1902 wurde der Bau der Bahn von Schwarzach bis Bad Gastein der Union-Baugesellschaft in Wien übertragen. Durch den Bau der Tauernbahn änderte sich das Bild von Schwarzach bis Bad Gastein von einem Tag auf den anderen. Waren beim Bau der gesamten Alpenbahnen bis zu 70.000 Menschen gleichzeitig beschäftigt, so wuchs auch die Zahl der Bahnbauarbeiter, die nur im Salzburger Land beschäftigt waren, auf über 4.000 Menschen, wozu noch zahlreiche Angehörige der Arbeiter kamen. Bereits 1905 konnte der erste Teilabschnitt von Schwarzach bis Bad Gastein in Betrieb genommen werden. Mit der Freigabe der Strecke von Bad Gastein bis Spittal-Millstättersee, mit dem 8551m langen Tauerntunnel, am 07. Juli 1909 stand dem durchgehenden Zugverkehr bis Triest nichts mehr im Wege.

Im Museum Tauernbahn in Schwarzach im Pongau wird neben den bestehenden Ausstellungen über den Eisenbahnbetrieb und der Modellbahn mit vielen Nachbauten der Tauernbahn, in einer neuen Ausstellung auf die Geschichte und den Bau der Tauernbahn eingegangen. Ausgehend vom Hafen in Triest wird, dem Streckenverlauf nach Norden folgend, vorbei an wichtigen Stationen, die Bedeutung dieser österreichischen Alpenbahn für die Habsburgermonarchie betrachtet.

Weiters werden Planung und Bau der Bahntrassen, der Schienenwege, der Brücken und Tunnels anhand der Technik- und Baugeschichte auf der Tauernbahnnordrampe und am Nordportal des Tauerntunnels gezeigt.

Ein Teil der Ausstellung ist den Erbauern der Bahn, von Carl Wurmb über die Planer und Ingenieure bis hin zu den Arbeitern gewidmet. Hier wird auf die Lebens-, Sozial- und Arbeitsverhältnisse der Eisenbahnarbeiter auf der Tauernbahnnordrampe eingegangen. Der Ausstellungsbereich führt über eine Holzbaracke, die das Lebensumfeld der Arbeiter vermitteln soll, bis in das Freigelände.